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Grüne bleiben überzeugte Verfechter der Autonomie, aber auch der freien Meinungsbildung unter Jungen Grünen


Zwei Vertreter der Jungen Grünen, Michael Hitthaler und Andrea Urthaler, haben in einem Kommunique eine Lanze für Selbstbestimmung gebrochen und damit für Aufsehen gesorgt. Der unorthodoxe und erfrischende Diskussionsbeitrag ist eine Reaktion auf autoritäre Tendenzen der Regierung Berlusconi und vertritt im Gegensatz zu rechten Selbstbestimmungspositionen – ein demokratisches und nicht nach ethnischen Kategorien ausgerichtetes Prinzip.

Die Grünen / Verdi / Verc bleiben entschiedene Verfechter einer Autonomie für alle Sprachgruppen und lehnen Freistaats- und Selbstbestimmungslösungen ab. Die Zukunft Südtirols liegt nicht in einem neuen Mikrostaat oder in Grenzverschiebungen, sondern im konsequenten Ausbau der Autonomie unter wachsender Zusammenarbeit und Verständigung zwischen den drei großen Sprachgruppen und neuen Zuwanderern. Die Zusammenarbeit zwischen den Ländern Tirol, Trentino und Südtirol ist dabei auf neue Grundlagen zu stellen und deutlich zu stärken – im Geiste europäischer Kooperation.

Die aktuelle Selbstbestimmungseuphorie sehen wir gelassen: Obwohl der Nationalstaat immer mehr an die Grenzen seiner Handlungs- und Reformfähigkeit stösst, sehen wir wenig Heil in einem neuen Regionalismus, sondern setzen weiterhin auf den Ausbau Südtirols zu einer europäischen, grenzüberschreitenden Modellregion mit einer offenen Gesellschaft. Unsere Jungen Grünen sind dabei wichtige Diskussionspartner, mit vollem Recht, auch eigene Wege zu gehen und einen kritischen Dialog zu führen.


Bozen, den 19. März 2009


Brigitte Foppa

Sepp Kusstatscher

Hans Heiss

Riccardo Dello Sbarba


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